Tool des Monats November: Padlet

Was? Wie? Wo? Wozu?
Padlet, ein Tool zum kollaborativen Arbeiten webbasiert, kostenfrei (Basisversion), Registrierung notwendig https://de.padlet.com/ Brainstroming, Stimmungsbilder, Ergebnissammlung, Projektplanung

Digitale Whiteboards eignen sich nicht nur zum Präsentieren von Inhalten oder für die Wiedergabe multimedialer Inhalte, sondern können mit ausgewählten Tools auch zur Gestaltung interaktiver Lernszenarien eingesetzt werden. Mit unserem Tool des Monats Padlet möchten wir vorstellen, wie kollaborativ mit dem digitalen Whiteboard gearbeitet werden kann.

Padlet die digitale Pinnwand

Screenshot Pinnwandvarianten bei Padlet

Die Oberfläche von Padlet erinnert an eine klassische Pinnwand, an der verschiedene Notizzettel angebracht werden können. Mit einem Doppelklick erscheinen Notizen, die sich variabel anordnen lassen. Auch die Farbe der Notizen lässt sich unkompliziert ändern, sodass unterschiedliche Farben bspw. für ein Clustering eingesetzt werden können. Zudem kann man vor dem Erstellen der individuellen Pinnwand über deren Anordnungsstruktur entscheiden. Es sind sowohl völlig freie Anordnungen (z.B. Leinwand) als auch vorstrukturierte Anordnungen möglich (z.B. Raster).

Wie funktioniert die Arbeit mit Padlet?

Für das Erstellen einer Pinnwand bei Padlet ist eine Registrierung notwendig (E-Mail, Google- oder Facebook-Account). Die Verwendung ist in der Basisversion kostenfrei. In dieser Variante können bis zu vier Pinnwände angelegt werden. Ein Abspeichern der Ergebnisse ist in Form eines Bildes, einer Excel- sowie PDF-Datei möglich. Somit können die Arbeitsergebnisse auch archiviert werden. Nach der Registrierung kann man mit dem Anlegen der gewünschten Pinnwand beginnen, die notwendigen Arbeitsschritte sind dabei leicht zu erschließen. Nach der Auswahl des gewünschte Formats, erstellt Padlet eine Pinnwand, die dann weiter modifizieren werden kann. So lassen sich u.a. Titel und wahlweise Untertitel ändern sowie der Hintergrund der Pinnwand personalisieren. Indem ein kleines Zahnrad in der oberen rechten Ecke der Pinnwand ausgewählt wird, gelangt man in den Bearbeitunsgmodus. Dort sind neben optischen Anpassungen auch Einstellungen hinsichtlich der Auffindbarkeit der Pinnwand möglich.
Damit andere Nutzer*innen auf die Pinnwand zugreifen können, muss die URL öffentlich sein. Gängige Suchmaschinen erfassen die erstellte URL jedoch nicht. Darüber hinaus kann ein Passwort für die Pinnwand gewählt werden, um den Kreis der Nutzer*innen zu beschränken.Für den Einsatz von Padlet in einer spezifischen Lehrveranstaltung ist nur das Teilen der URL oder eines QR-Codes sowie ggf. des gewählten Passworts notwendig. Dann haben alle Teilnehmenden Zugriff auf die Pinnwand und können gemeinsam daran arbeiten.

Einsatzmöglichkeiten von Padlet

Screenshot Beispiel-Pinnwand zur Dokumentation von Gruppenarbeitsergebnissen aus einer Lehrveranstaltung

Die kollaborative Arbeit an einer Pinnwand bietet viele unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten. Es können bspw. die Arbeitsergebnisse von Gruppenarbeitsprozessen festgehalten und dann gemeinsam im Plenum diskutiert werden. Auch für ein Brainstorming eignet sich die Arbeit mit den Notizen von Padlet. Bei der Arbeit an Texten können Fragen  gesammelt werden oder grundlegende Thesen lassen sich an der Pinnwand zusammenfassen. Darüber hinaus können aus solchen Sammlungen von Notizen gemeinsam Strukturen erschlossen und Tafelbilder entwickelt werden. Die Notizen, die in Padlet erstellt werden, sind zudem nicht auf das Medium Text beschränkt. Es gibt auch die Möglichkeit, Links, Bilder oder Videos einzufügen. Zudem eignet sich die Pinnwand für eine flexible Erarbeitung einer Timeline. Neben der inhaltlichen Arbeit lässt sich Padlet folglich auch für Organisationsprozesse einsetzen, indem man Arbeitsaufträge an der Pinnwand dokumentiert oder der Bearbeitungsstand von Aufgaben mithilfe der Pinnwand für alle sichtbar festgehalten wird. Die Pinnwand kann für Projektarbeiten z.B. als Kanban- oder Scrumboard genutzt werden.

Fazit

Padlet überzeugt nicht nur durch die einfache Handhabung und die visuell ansprechende Gestaltung, sondern auch mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten für Hochschullehre oder Unterricht. Trotz kleiner Einschränkungen lässt sich mit der kostenfreien Basisvariante bereits umfangreich arbeiten. Besonders positiv hervorzuheben ist unserer Meinung nach die Möglichkeit, gemeinsame Themenstrukturen zu erarbeiten sowie die Dokumentation von Projektprozessen.

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