Tool des Monats März: Tutory

Arbeitsblätter können dabei helfen, den eigenen Unterricht individueller zu gestalten oder differenzierte Lern- und Übungssituationen für die Schüler*innen zu schaffen. Die Gestaltung guter Arbeitsblätter kann jedoch eine Menge Zeit kosten. Sei es das Problem urheberrechtlich korrekt zu arbeiten oder die Layout-Gestaltung mit Textverarbeitungsprogrammen wie Word oder Pages. Gerade Anfänger*innen können hier schnell an ihre Grenzen stoßen, wenn sich die Vorbereitungszeit einzelner Stunde so scheinbar endlos hinzieht.

Unser Tool des Monats Tutory nimmt sich diesem Problem an und unterstützt Lehrende bei der Erstellung von Arbeitsblätter. Wie die Arbeit mit Tutory funktioniert, stellen wir in diesem Blogbeitrag genauer vor.

Arbeitsblätter schnell und unkompliziert gestalten

Benutzeroberfläche Tutory (Screenshot)

Nachdem man sich mit einer E-Mail-Adresse und selbstgewählten Namen registriert hat, kann direkt mit der Arbeit in Tutory begonnen werden.

Neben dem Erstellen eines individuellen Arbeitsblatts hat man auch die Möglichkeit, aus verschiedenen Vorschlägen  zu wählen oder kann sich durch die Ergebnisse andere Nutzer*innen zunächst einmal inspirieren lassen. 

Elemente in Tutory bearbeiten (Screenshot)

In der linken Seitenleiste sind verschiedene Bausteine aufgelistet und strukturiert, die bei der Erstellung des Arbeitsblatts verwendet werden können. Mit einem Klick wählt man den entsprechenden Baustein aus und fügt ihn per Drag-and-Drop in das Arbeitsblatt ein. Dort können Größe und Position noch weiter angepasst werden. Die exemplarischen Textelemente einzelner Bausteine, wie bspw. des Lückentexts, lassen sich ebenso einfach bearbeiten. 

Klickt man den gewünschten Baustein an und wählt den Stift aus, öffnet sich eine rechte Seitenleiste. Hier können noch weitere Anpassungen für den Baustein vorgenommen werden. Bausteine, die beim Erstellen verwendet werden können, sind u.a.:

  • Textelemente, wie Überschriften oder Aufgabenstellungen
  • Linien und Kästchen
  • Bilder, Tabellen
  • Lückentexte, Hinweise
  • Post-its, Definitionen
  • QR-Codes

Durch die bereits vorgefertigte grafische Gestaltung der verschiedenen Bausteine, ergibt sich schnell und unproblematisch ein stimmiges Layout für das Arbeitsblatt. Das Einfügen von Bildelementen hat bei Tutory den Vorteil, dass bereits Verknüpfungen zu den Datenbanken von PixabayFlickr und Wikipedia bestehen, sodass direkt nach frei verfügbaren Bildern gesucht werden kann. Ebenso ist es möglich, ein eigenes Bild einzufügen.

Die Tutory-Community

Ein weiterer Vorteil den Tutory bietet, ist die Möglichkeit, erstellte Arbeitsblätter als Open Educational Ressources (OER) anzubieten. Nutzer*innen können entweder das komplette Arbeitsblatt oder auch einzelne Abschnitte unter CC-Lizenz für andere zur Verfügung stellen. Tutory bietet hierfür verschiedene Leitfäden an und eröffnet so einen niedrigschwelligen Einstieg in die OER-Community.

Zudem ist das Team von Tutory auf Twitter aktiv. Hier erhält man aber nicht nur Einblicke in deren Arbeitsalltag oder wird über Neuerungen von Tutory informiert, sondern man bekommt auch bei Problemen schnell Unterstützung.

Varianten von Tutory

Prinzipiell steht Tutory allen Nutzer*innen kostenfrei zur Verfügung. Allerdings müssen in dieser Variante ein paar Einschränkungen in Kauf genommen werden. So gibt es bspw. bestimmte Bausteine, die erst ab der Basic-Variante zur Verfügung stehen. 

Ein viel wesentlicherer Unterschied ist jedoch die Beschränkung der privat speicherbaren Materialien. In der Free-Variante können nur sechs Arbeitsblätter privat abgespeichert werden. Was für ein Praktikum im Studium noch ausreichend sein könnte, ist spätestens im Referendariat zu knapp. Hier könnte sich bereits die Basic-Variante lohnen, die mit Kosten von 29,90€ pro Jahr in einem angemessenen Rahmen liegt.

Fazit

Mit Tutory lassen sich Arbeitsblätter intuitiv und in kurzer Zeit gestalten. Gerade wer weiß, wie nervenaufreibend bereits das Einfügen eines Bildes in gängigen Textverarbeitungsprogrammen sein kann, wird Tutory sehr schätzen. Die Arbeit mit der Anwendung lässt sich unkompliziert erschließen und stellt eine echte Zeitersparnis dar. Besonders gut hat uns auch der OER-Gedanke gefallen.

Wer jetzt gleich mit der Arbeit loslegen möchte, dem empfehlen wir noch den YoutTube-Kanal von Tutory. Dort findet man hilfreiche Videos zum Einstieg in Tutory.

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