Erfahrungsbericht zum [D-3] Get in touch-Workshop

Den ersten und wohl einprägsamsten Kontakt mit einem digitalen Whiteboard hatte ich im dritten Semester, als ich meine erste richtige Unterrichtsstunde halten durfte. Zitat der damaligen Fachlehrerin: „So richtig kommen wir alle nicht damit klar.“ Super! – dachte ich, noch ein Faktor, der meine Aufregung steigert. Am Ende war aber alles halb so schlimm, ich habe die Tafel quasi wie eine Kreidetafel nur zum Schreiben benutzt. Trotzdem schade, denn die Tafel hält so viele interessante Möglichkeiten bereit!

Dieses Erlebnis liegt schon vier Jahre zurück, hat mich aber nachhaltig darin bestärkt, die Unsicherheit im Umgang mit interaktiven Tafeln im Laufe meines Studiums abbauen zu wollen. Zudem bin ich mir sicher, dass diese Technologie zur Zukunft des Schulalltags gehören wird. Allerdings reicht Motivation allein hier nicht. Es braucht auch Angebote der Universität, die uns Studierenden den Kontakt mit digitalen Medien ermöglichen. Diese nehmen erfreulicherweise an der MLU zu. Ihr seid vielleicht bei Stud.IP oder auch in den sozialen Medien schon mal auf Kursangebote zur interaktiven Tafel gestoßen. Eine Anlaufstelle dafür ist zum Beispiel das [D-3] Projekt des Germanistischen Instituts. Ich habe meinen Weg zum Workshop über Facebook gefunden. Die Veranstaltung teilt sich in zwei Termine am späten Nachmittag auf, sodass ich sie gut in meinem Terminkalender unterbringen konnte.

Get in touch“: Der Name ist Programm

Von Anfang an wurden wir sehr gut in das Geschehen eingebunden und haben direkt an der Tafel gearbeitet. Das Schreibgefühl ist ein ganz anderes als am Magnet-Whiteboard oder an der Kreidetafel: Man kann entweder mit einem speziellen Stift, oder mit dem Finger schreiben. Mit ein bisschen Übung habe ich nach dem Workshop auf jeden Fall Verbesserungen in meinem Schriftbild am digitalen Whiteboard festgestellt.

Was mir am Workshop besonders gefallen hat: der Bezug zur Unterrichtspraxis! Meine Motivation war, praxisrelevante Erfahrungen zu sammeln und mich auf Herausforderungen im Beruf vorzubereiten. Außerdem bin ich während des Studiums als Tutorin tätig, also hatte ich auch die Optimierung meiner eigenen Lehrveranstaltungen im Hinterkopf. Der Workshop hat uns viele Tools vorgestellt, die auch ohne digitales Whiteboard funktionieren. Davon habe ich seitdem auch schon mehrere für die eigene Unterrrichtsplanung genutzt; Besonders glücklich bin ich über die Entdeckung von „padlet“, was auch von den Studierenden in meinem Tutorium gut angenommen wurde.

Mein Fazit zum Get in touch-Workshop: Mit der Teilnahme erhält man ein Grundverständnis davon, was interaktive Tafeln leisten können und wie man sie für den eigenen Unterricht lernendenorientiert einsetzt. Außerdem wird man dafür sensibilisiert, über Vor- und Nachteile der interaktiven Tafel nachzudenken und die Vielfalt der Modelle und Softwares zu überblicken. Ich kann den Kurs echt empfehlen und überlege, selbst nochmal teilnehmen, da ich so im Umgang mit der Tafel noch sicherer werde und neue Programme entdecke.

 

Der nächste Workshop lässt auch gar nicht lang auf sich warten. Er ist bei Stud.IP und auf der neuen Facebook-Seite zu finden.

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