Impressionen von der didacta 2018

Vom 20. bis zum 24. Februar fand in Hannover die didacta 2018 statt.

Neben den Bereichen Frühe Bildung, Schule und Hochschule sowie Berufliche Bildung und Qualifizierung fand sich das Thema Digitalisierung vor allem durch die Aussteller der didacta DIGITAL repräsentiert. Letztere erwies sich mit einem starken Fokus auf interaktive Tafeln, Tablets und Serverlösungen als sehr technikdominiert – hier gilt es, mit den Möglichkeiten von Hard- und Software im Hinterkopf didaktische Konzepte zu entwerfen, die eine sinnvolle Integration digitaler Medien mit der Förderung der heute und künftig erforderlichen Medienkompetenz verbinden. Die sich aus dieser Aufgabe ergebenden Herausforderungen für Politik und Lehrende waren eines der großen Themen in den zahlreichen Forendiskussionen im Rahmen der diesjährigen didacta. So adressierte beispielsweise die Paneldiskussion zur Finanzierung von Endgeräten – Bring Your School Device das politische Versäumnis, bei der Verabschiedung des DigitalPakts die Ausstattung der Schulen mit Laptops und Tablets unbeachtet gelassen zu haben. Wie genau nun vorzugehen sei, blieb offen. Einigkeit herrschte indessen darüber, dass es grob fahrlässig wäre, die digitale Wende bei der Unterrichtsgestaltung außen vor zu lassen. Ebenso wenig dürfe man allein die Eltern in die Verantwortung nehmen. Diskussionen über die Unterrichtsqualität in der digitalen Welt oder Ein Tablet macht noch keine (moderne) Schule befassten sich hingegen stärker mit den konkreten Ansprüchen an eine eDidaktik.

Aber auch abseits der didacta DIGITAL ging es multimedial zu. So konnten sich Messebesucher in diesem Jahr an den Ständen der eher klassischen Schulbuchverlage und Bildungsdienstleister zahlreiche Lern-Apps, Online-Angebote und digitale Lehrwerke vorstellen lassen und selbst ausprobieren. Hier ließ sich zwar einerseits ein starker Trend in Richtung digitaler Erweiterungen und Alternativen zum etablierten Printformat erkennen; andererseits bewiesen die zahlreichen gedruckten Messeneuheiten und die starke Ausrichtung auf das etablierte Sortiment der Schulbuchverlage aber, dass das physische Lehrbuch noch lange nicht ausgedient hat und zumindest kurzfristig weiterhin wesentlicher Bestandteil des schulischen Unterrichts bleiben wird.


Schreibe einen Kommentar