Einblicke in [D-3]: Seminar „Wiegen – Messen – Prüfen: Leistungskontrollen und Notenermittlung in Schule und Hochschule“

Das Bewerten von Leistungen sowie das Prüfen gehören gleichermaßen wie das Unterrichten zum Kerngeschäft von Schule und Hochschule. Wie aber bewertet man ‚gerecht‘? Wie werden Fragen gestellt? Was ist eine ‚gute‘ Frage? Was sind sinnvolle Fragetechniken und lernzielorientierte Prüfungsformate?

In diesem Seminar wird das Prüfen selbst zum Gegenstand der Betrachtung. Denn Leistungsbewertung und Notenvergabe verstehen sich nicht von selbst, sondern unterliegen institutionellen Vorgaben einerseits, aber auch psychologischen Bedingungen, individuellen wie situativen Faktoren und didaktischen Zielsetzungen andererseits.


Das Seminar hat zum Ziel, das Prüfen praxisnah zu diskutieren und theoretisch zu unterfüttern. Vorgestellt und diskutiert werden die pädagogischen Bedingungen, lernpsychologischen Voraussetzungen und Effekte sowie die didaktischen Potentiale des Prüfens als Teil von Lehr-Lernprozessen. Ein Schwerpunkt des Seminars liegt auf der Anwendung der verschiedenen Fragetypen und Prüfungsformate (von Klausur, Portfolio, Referat, Test bis hin zum Quiz). In der praktischen Umsetzung sollen verschiedene Prüfungsformen sowie die Entwicklung von lernzielorientierten Fragestellungen erprobt werden.

Einblicke in [D-3]: Seminar „BILDung visuell. Potentiale und Einsatzszenarien digitalen visuellen Lernens im DaZ-Unterricht“

In diesem Seminar haben die Studierenden die Möglichkeit, neben theoretischen Kenntnissen auch Praxiserfahrungen zu sammeln. In Zusammenarbeit mit dem Projekt MINTegration soll eine Projektwoche an einer Schule von den Studierenden durchgeführt werden.

Im Vorfeld wird sich unterstützt durch [D-3] mit den Lehr- und Lernpotentialen digitaler Visualisierungen insbesondere für den DaZ-Unterricht beschäftigt. Wir behandeln darin sowohl die lern- und designtheoretischen Grundlagen der visuellen Gestaltung von Lehrmaterialien sowie verschiedene Techniken und Methoden der Visualisierung im DaZ-Unterricht, die zukünftig zunehmend digital genutzt werden: Die Palette der Visualisierungsmöglichkeiten enthält dabei nicht nur die ‚Klassiker‘ der Text-Bild-Gestaltung wie PowerPoint und Prezi sowie die Möglichkeit für die Studierenden, den multimedialen Einsatz der interaktiven Tafeln selbst auszuprobieren. Vielmehr beschäftigen wir uns auch mit multimedialen Unterrichtselementen wie Infografiken, Videos/ Tutorials, E-Books und Hypertext/Hypervideos. Wir erleben, wie visuelle Feedback-Systeme es unterstützen, beispielsweise Vokabelkenntnisse anonym zu überprüfen, und wie (digitale) Mindmaps dabei helfen, grafisches Lehrmaterial zu konzipieren, und Moodboards dazu dienen, Wortfelder zu erschließen.

Diese verschiedenen Techniken der Visualisierung werden indes nicht nur theoretisch behandelt, sondern in der Lehrveranstaltung von den Studierenden selbst erprobt und didaktisch in Unterrichtsszenarien eingesetzt. Zum theoretischen Basisstoff gehören auch Einblicke in den rechtlichen Rahmen der (Wieder-)Verwendung von Apps oder Bild- und Filmmaterial, sei es Verlagsmaterialien entnommen oder von YouTube & Co. 

Im Praxisteil bereiten die Teilnehmenden Unterrichtseinheiten vor, die sie – in Kooperation mit dem Projekt „MINTegration“ – dann in einer Projektwoche an einer Schule durchführen werden. Dafür bietet „MINTegration“ das Schülerlabor „Science4Life mobile Lab“ an, ein mobiles Tablet-Set für Schülerinnen und Schülern in sog. Willkommensklassen. Die Studierenden erproben dabei in der Praxiseinheit den didaktischen Einsatz der Tabletarbeit mit Jugendlichen. Tablets bieten als visuelle digitale Medien u.a. den Vorteil, lebensweltliche Themen anschaulich und interaktiv unterrichten zu können und multimedial aufbereiten zu lassen, indem die Lernenden beispielsweise selbst ein E-Book erstellen.

Einblicke in [D-3]: Seminar „Social Media im Deutschunterricht“

Instagram, Twitter oder Snapchat – soziale Netzwerke nehmen in der Lebenswelt von Schülerinnen und Schüler einen hohen Stellenwert ein. Dabei werden diese scheinbar selbstverständlich von den jungen Nutzerinnen und Nutzern bedient, eine Reflexion über Handlungen im Raum ‚Social Media‘ findet hingegen selten statt.

Im Rahmen des Seminars soll thematisiert werden, wie der Umgang mit sozialen Netzwerken im Deutschunterricht aufgegriffen werden kann. Dabei sollen neben Gefahren vor allem die Potentiale sozialer Netzwerke aus didaktischer Sicht diskutiert werden. Ebenso sollen im Seminar die Kompetenzanforderungen, denen sich Schülerinnen und Schüler in sozialen Netzwerken stellen müssen, verdeutlicht werden, um Förderungsmöglichkeiten ebendieser für den Unterricht aufzuzeigen.

Neben diesem theoretischen Input sollen die Studierenden eine Projektwoche im Zusammenhang mit den thematischen Schwerpunkten des Seminars konzipieren.  Das Ziel besteht darin, die Theoriekenntnisse didaktisch zu reflektieren und für den praktischen Einsatz im Kontext Schule anzupassen. Den Studierenden wird es so ermöglicht, ihre unterrichtspraktischen Kompetenzen weiter zu entwickeln.

Kooperation mit dem Neuen Städtischen Gymnasium

Auf Grundlage der Themenschwerpunkte des Seminars erarbeiteten die Studierenden ein eigenes Konzept für eine Projektwoche am Neuen Städtischen Gymnasium der Stadt Halle. Themen und Gestaltung liegen dabei ganz in der Hand der Studierenden. Unter dem Rahmenthema Stellung nehmen und argumentieren haben die Schülerinnen und Schüler der achten Jahrgangsstufe die Möglichkeit, in Kleingruppen von je 10 Personen zu arbeiten. Eine Gruppe wird von zwei Studierenden unterstützt und betreut. Die Ergebnisse der Projektwoche werden am Ende zentral vorgestellt.

Einblicke in [D-3]: Seminar „Interaktion im Deutschunterricht“

Die Interaktion zwischen Lehrenden und Lernenden ist zentral für den Lernprozess. Das Seminar zeigt auf, wie die didaktische Interaktion durch digitale Methoden, gestuft von der Lehrer- hin zu einer Lernerzentrierung, gefördert werden kann. Dabei kommen verschiedene digitale Methoden zum Einsatz, welche von klassischen und alternativen Präsentationstools (Power Point vs. Prezi, Canva), der Methode des Game Based Learning, über digitale Methoden der Leistungsbeurteilung (Peer- und E-Assessment) reichen.

Das Seminar wird nach den Prinzipien des Flipped Classroom durchgeführt, bei denen die theoretischen Inhalte im Selbststudium erarbeitet und ihre Anwendung im Präsenzseminar durchgeführt wird. Dadurch bleibt mehr Zeit für die Erprobung der Lerninhalte und die gemeinsame Vertiefung und Festigung der Wissensbestände. [D-3] ist an der Konzeption der Lehrveranstaltung und der Erstellung der Lernmaterialien in Form von ILIAS-Lernmodulen beteiligt.

Leitung: Prof. Dr. M. Ballod

Einblicke in [D-3]: Seminar „Flexible Räume für didaktische Vielfalt“

Universitäten und Schulen verfügen über historisch gewachsene räumliche Strukturen. Diese Räume prädisponieren in hohem Maße die Art und Weise, wie in ihnen gelehrt und gelernt wird: So sind Hörsäle eben Räume, in denen vorzugsweise eine/r spricht, während viele andere „hören“. Seminar- oder schulische Unterrichtsräume sind nicht selten „Mini-Hörsäle“, und dies mit entsprechenden didaktischen Konsequenzen. Die Digitalisierung führt nicht dazu, dass physische Räume in ihrer Bedeutung abnehmen. Vielmehr trifft wohl zu, dass die aktuell dominierenden Raum-Konzepte eine vielfältige Lehre, die die digitalen Möglichkeiten angemessen nutzt, behindern. Im Seminar wird ein Konzept für einen Lernraum entwickelt, der flexibel für unterschiedliche didaktische Szenarien nutzbar ist und die Chancen digital gestützten Lehrens und Lernens berücksichtigt. Dieses Raum- und Ausstattungskonzept umfasst sämtliche Aspekte (Mobiliar, Hardware, Software, Licht- und Farbgestaltung, Material usw.) und bildet die Grundlage für eine konkrete Umsetzung zum Wintersemester 2018/19 — Modellraum ist der  PC-Pool auf dem Steintor-Campus. [D-3] ist an der Umsetzung des Konzeptes beteiligt.

Leitung: Dr. J. Wagner